Sh2-240 “Der Spaghettinebel” oder “eine unendliche Geschichte…”

Da hab ichs mir in den Kopf gesetzt ein Objekt abzulichten, daß man nicht so oft sieht – und jetzt weiß ich auch warum… :-p

Verdammt schwach der riesen Kerl!

Ich hab mal mit Ha begonnen…

Bei 300″ Blz war da zwar ein bisschen zu sehen, aber so richtig nix… Erst bei 600″ wollte der mir mal einige Strukturen zeigen.

Auf Grund des Wetters hab ich in den letzten drei Wochen gerade mal 10×600″ sammeln können.

Hier möchte ich euch mal zeigen, was man mit Hilfe von Pixinsight in Kombination mit Photoshop daraus machen kann. Daß das ganze nicht das gelbe vom Ei ist, ist klar, denn da fehlen Stunden über Stunden an Belichtungszeit…!!!

Sh2-240 Stack unbearbeitet

dies ist sozusagen der Rohstack aus 10×600″ Ha

Den möchte ich in folgendes Bild “verwandeln”…

Sh2-240 – Ha fertig

Naaaaa… 🙂 da ist schon mehr zusehen! Yeah!

Wie macht man das nun…?

Als erstes öffne ich den Rohstack in Pixinsight.

Sollte etwas beschnitten (gecropt) werden, so geschieht das ganz zu beginn! Muss ich hier aber nicht also gehts los mit einem sehr mächtigen Tool in Pi – der Dynamic Background Extraction (DBE). Die DBE ebnet den Hintergrund und das Bild kann dann schon etwas mehr gestreckt werden.

Da hier sehr viele Sterne sind, wähle ich einen kleinen Sampleradius von 16 und setzte die Samples per Hand.

Nach dem Auslösen generiert die DBE ein Modell des Hintergrundes, das in meinem Fall durch den echten Hintergrund dividiert wird und diesen ebnet.

Nun gehts ans Entrauschen.

Den ersten Schritt mache ich mit Pixelmath, genauer gesagt mit der BlackPixelCannon. Diese ersetzt alle Pixel die Dunkler sind als der eingegebene Wert durch den Medianwert. Das ganze sieht so aus:

Sh2-240 BPC

da kommt auch schon eine ganze Menge mehr des Nebels zum Vorschein! 🙂

Als nächstes wende ich Deconvolution an um die feinen Nebelteile und die Sterne etwas zu schärfen. Dafür hab ich mit in Photoshop eine Maske gebaut. In Photoshop deshalb, weil der Hintergrund (wegen der fehlenden Lights vermutlich) nach dem Strecken in Pi viele kleine weiße Pixel hat und es in Ps einfacher ist diese zu umgehen.

Dafür hab ich eine Kopie des Bildes in Pi gestreckt, den Hintergrund abgedunkelt und das Signal vertärkt (Histogrammtransformation), dann Invertiert und als .tiff mit 16 Bit abgespeichert und in Ps geladen.

Sh2-240 mask

Jetzt wird das ganze (wieder in Pi mit Pixelmath) mit einer Starmask kombiniert, mit Dynamic PSF eine Psf der Sterne erstellt und die Deconvolution entsprechend eingestellt und angewandt.

Deconvolutionmask
sh2-240 deconvolution

 

jetzt gehts ans strecken mit Maskedstretch! Iterations auf 250, der Rest Standarteinstellung.

Sh2-240 Maskedstretch

nun hol ich mir wieder meine Photoshopmaske und lege die übers Bild, inertieren damit der Hintergrund geschützt ist und dann das Objekt aufhellen.

Sh2-240 Helligkeit angepasst

 

Und das wars dann auch schon!

Cs

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8 Kommentare

  1. “Und das wars dann auch schon!” schreibt er, ich würd nicht mal die Maske in PS auf Anhieb hin bekommen, und in PS kenn ich mich wenigstens noch rudimentär aus 😉
    Ich tu das jetzt mal bookmarken, für spätere Verwendung wenn man dann mal PI sein eigen nennen kann 😉

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