M64 – the Blackeye Galaxy

Messier 64 (auch als NGC 4826 oder Blackeye-Galaxie bezeichnet) ist eine Spiralgalaxie mit den Abmessungen 10′,0 × 5′,4 Bogenminutenund der scheinbaren Helligkeit von 8,5 mag im Sternbild Coma Berenices. Sie besitzt eine große ovale Dunkelwolke nördlich des Kerns mit einer Ausdehnung von etwa 8000 Lichtjahren und einer Größe von 9,2 × 4,6 Bogenminuten, die wahrscheinlich durch Verschmelzung mit einer kleinen, sehr staubreichen Galaxie vor rund einer Milliarde Jahren entstanden ist.
Damit ließen sich die einseitige Konzentration der Dunkelwolken und die vielen in Kernnähe stehenden Regionen mit ungewöhnlich kräftiger Sternentstehung erklären.
(Wikipedia)

M64

Equipment:

Teleskop: Celestron C11 Edge HD bei 2800mm, f10

Kamera: Qhy 367c Pro

Montierung: Eq8 pro

Nachführung: StaraidRevolution am 50/200er Sucher

Aufgenommen hab ich in einer Nacht ca 110 x 2min an Bildern. Aufgrund von schwankendem Seeing und leichten Windböen musste ich einige Bilder aussortieren, somit blieben 54x2min für die Integration über. Sortiert habe in Pixinsight per Blink (visuell) und mit dem Subframeselector. Kein verwendetes Light hat einen FWHM-Wert über 1.7 und eine Eccentrictiy von mehr als 0.62.

Als Korrekturframes nutzte ich ein Masterbias aus 200 Belichtungen, ein Masterdark aus 100 einzel Darks und ein Masterflat aus 50 Einzelflats welche mit der Aurora Flatfieldfolie von Gerd Neumann erstellt wurden.

Eine bessere Auflösung findet ihr hier: https://www.astrobin.com/6mtn12/

Ein paar Worte noch zur Hardware:

Das C11 Edge HD kam von der Firma Baader Planetarium perfekt vorjustiert und ich habe es mit Hilfe von Christoph Kaltseis perfekt für meine Ansprüche abgestimmt. Sowohl mit Reducer (f7.0) als auch ohne Reducer liefert es beste Ergebnisse.

Die Qhy 367c Pro ist meiner Meinung nach einer Kamera der besonderen Art! Nicht nur Preislich 😉 Die Effizienz mit der diese Kamera arbeitet ist bewundernswert. Vor allem, da ich mir geschworen hab nie wieder eine Cmos Farbkamera zu kaufen bin ich echt erstaunt was mit dieser Kamera in Verbindung mit dem C11 Edge Hd möglich ist… Man bedenke das Bild der M64 ist mit 11″ Öffnung bei f10 in nur 108 min entstanden! Über diese Kamera werde ich noch einen Ausführlicheren Bericht schreiben.

Vom “StaraidRevolution” Guider bin ich erstaunt wie dieses kleine Ding, das C11 auch bei voller Brennweite guidet!

Der Staraid wird in einer Metallbox mit allen Kabeln geliefert, die man benötigt.
Sobald der StarAid an das Stromnetz angeschlossen wird, beginnt er selbstständig sich zu kalibrieren und zu guiden. Er benötigt eigendlich keinen Bildschirm, aber man kann sich über Handy, Tablett oder per USB mit Laptop mit dem Staraid verbinden. Einfach das Staraid Wlan auswählen und die Url im Browser eingeben. Es wird keine separate App benötigt!
Selbst die Polausrichtung der Montierung kann mit dem Staraid perfektioniert werden. Dazu muss allerdings das Guidingrohr perfekt auf Achse mit dem Aufnahmeteleskop sein! Im Liveview ist das ganz leicht zu überprüfen.
Die Sky Recognition ist sozusagen das PlateSolve des StarAid
Hier kann man die abweichung des Guidings von den Leitsternen ablesen. Am Screenshot hier zu sehen , daß die Abweichung vor allem in der Dec-Achse schon etwas zu groß ist. Ich musste die Achse der Eq8 besser ausbalanzieren und das Schneckenspiel verringern.
Hier kann man die Kalibrierungsqualität ablesen, sowie die Ausrichtung des Chips zur Polachse.
20 von 20 Sternen werden hier zum Guiden benutzt.

laut Hersteller funktioniert der StarAid bei einer Brennweite zwischen 100mm und 150mm am besten. Da hat er das beste Sichtfeld im Verhältnis zur Auflösung.

Wenn mein Adapter für das Sigma 135mm eingetroffen ist, werde ich darüber nochmals berichten.

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