C11 Edge Hd und QHY 367c pro – wie es dazu kam…

Evolution continues!

Vor ca zwei Jahren kaufte ich mir eine Mono- und eine Farbcmos. Der Gedanke war, mir zwei Apos gleichzeitig zu belichten… Die Farbcmos war im Vergleich zur Monoversion (zwar baugleich!) allerdings eine echte Enttäuschung. Zwei Wochen später hab ich die zurückgegeben…

„Niemehr Farbcmos“ hab ich mir geschworen, da meine Dslr´s trotz fehlender Kühlung deutlich bessere Bilder in Sachen rauschen und Dynamik lieferten. 

Später dann besorgte ich mir eine Moravian G3 16200 CCD und vollends happy. Schmalband, LRGB liefen von der Hand wie nix. Kaum rauschen, geile tiefe, drei NasaApod´s und alles in wenigen Monaten! 

„Für mich kommt ein Spiegelsystem mit den ganzen Justiereungsproblemen, von denen ich ständig lese und eine Cmos Kamera nie in Frage!“

So dachte ich (und davon war ich fest überzeugt und hab auch nicht damit in den Foren zurückgehalten), bis ich vor ein paar Monaten den Christoph Kaltseis besser kennenlernte…

Zuerst kam das C11 EdgeHd ins Haus. Optimiert als Fotomaschine von der Firma Baader Planetarium. Kein OAZ, sonder alles perfekt verschraubt. Von vorne bis hinten auf meine Sammlung an Canon Kameras und auf meine Moravian abgestimmt, war ich echt begeistert!

Nach ein paar Regenwochen/Monaten begann die Galaxiensaison und der Griff zur Dslr. Die Canon 6Da zeigte nette Ergebnisse, überzeugte aber nicht so ganz. 

Da ich mittlerweile, fast täglich mit dem Christoph in Kontakt stehe, stellte sich die Frage „warum nichtmal eine Nikon Z6 zu versuchen“… Ich bin echt schwer zu überreden, denn am Nachmittag (wir telefonierten um 10:00) hielt ich die in Händen. 

Mal wieder überzeugt, das beste gefunden zu haben und die Z6 ist echt super, legte ich los.

Ich bin echt erstaunt was diese kleine Kamera liefert! Eine Rotempfindlichkeit , wie selten gesehen bei einer nichtmodifizierten Cam! Geil…

Bis das Telefon läutete… 

„Du ich wüsste da nochwas für Dich! :-)“ 

Fazit: ein paar Tage später hielt ich eine Farbcmos in meinen Händen, etwas das ich niemehr wollte… Der Tip mit der Z6 war super, also wieso nicht auch dies für Möglich halten?!

Gespannt und freudig, wie ein 5 Jähriges Kind stand ich Nachts draussen am C11 und montierte das erstemal die „momentan“ geilste Cam in meinem Astroleben.

Eine QHY 367c pro. Eine gekühlte Farbcmos…

Ich guide also die Eq8pro und das C11 mit dem Staraid und belichte mal für 300“ die M101.

Erstaund betrachtet ich den Bildschirm und das Bild, welches APT anzeigte…

Ungläubig öffnete ich es in Pixinsight und sah ein Bild bei dem man schon fast meinen könnte es ist fertig… Soch Ergebniss erhielt ich „früher“ erst ab ca 1h gestackter Belichtungszeit…

Einige Sterne waren zu hell, also passte ich Belichtungszeit, Gain und Offset an und legte los.

Eine Nacht lang Gain 1000, Offset 25, 120 Sekunden.

Da das Seeing schwankte und ab und an mal eine Windböe kam, sortierte ich die Lights bestens aus bis nurmehr die mit nahezu gleicher Eccentrictiy und einem FWHM-Wert von unter 1.7 übrig bleiben. 

So wurden aus 130 geschafften Lights einer Nacht 51 Verwertbare.

Nach abzug von 200 Biasframes, 100 Darks und 50 Flats ist dieses Ergebnis zu sehen:

Leider vergaß ich in meiner Aufregung den 0,3mm Spacer einzusetzen, der von Baader mitgeliefert wurde. So hab ich hier nun leicht verzogene Sterne in den Ecken… 🙁

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